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Eifelregio.net 07.07.2014 Schönecken – mehr als Eierlage und Burgflecken Schönecken – mehr als Eierlage und Burgflecken Eifel, Eifelregion, Schoenecken, Eifel, Natur, Genuss, Kultur, Erlebnis, Übernachten, Einkehren, Wandern, Radfahren, Aktivitäten, Veranstaltungen,

Schönecken – mehr als Eierlage und Burgflecken

Schöne Ecken gibt es viele in der Eifel, natürlich auch in Schönecken am Flüsschen Nims. Der Ort ist landesweit berühmt für die Eierlage – ein originell wirkender Brauch mit ernsthaften historischen Wurzeln.

Tipp: Panoramaweg

Den besten Blick auf Burg und Ort hat man von jenseits der Nims, von der dem Burgberg gegenüber liegenden Anhöhe. Dorthin und zu weiteren schönen Aussichten führt der bequeme, knapp 6 km lange Panoramaweg, der am Forum im Ortszentrum neben dem Alten Amtshaus startet.

Die Schönecker Eierlage

Jedes Jahr an Ostermontag sorgt die Eierlage für große Zuschauerzahlen im Burgort Schönecken. Der Brauch der Eierlage ist bereits für das Jahr 1764 belegt – aber vermutlich viel älter – und hängt mit der Schönecker Burgenherrlichkeit zusammen. Schon Monate zuvor werden die zwei Champions von einem Verein namens Junggesellensodalität bestimmt – bis heute ein rein männliches Paar, das sich den Junggesellen zur Wahl stellt. Die Auserwählten – weiß gewandet in historischem Kostüm – liefern sich am Ostermontag dann einen spannenden Wettkampf: Während der Raffer im Dorf 104 Eier aufsammelt und zu einem Korb trägt, rennt der Läufer ins benachbarte Seiwerath und zurück (7,6 km). Wer schneller ist, gewinnt www.zalditschen.de

Eine Burg als Steinbruch

Die Burg ist die auffälligste Sehenswürdigkeit, die historischen Häuser des Burgfleckens stehen eng gedrängt zu ihren Füßen. Einige Häuser werden im Zuge der Ortskernsanierung restauriert. Nach dem großen Brand 1802 wurden viele Häuser aus den Steinen der Burg wiederaufgebaut. Sie selbst steht seitdem als Ruine mit leeren Fensterhöhlen über dem Ort wie ein Mahnmal. Im Mittelalter gebaut, gehörte sie u.a. den Grafen von Vianden, ging Ende des 14. Jh. an Luxemburg und war zuletzt im Besitz der Erzbischöfe von Trier, bis der große Stadtbrand 1802 auch sie zur Ruine machte. Den besten Blick hat man von jenseits der Nims, von der dem Burgberg gegenüber liegenden Anhöhe. Der Weg hinauf zur Burg selbst führt vom Ortszentrum aus auf dem Burgweg und weiter über die Treppen des Burgstiegs. Wer aus dem Altburger Bachtal kommt, erklimmt die Burg auf extrem steilem Weg.

Verborgene Schönheiten der Schönecker Schweiz

Die Schönecker Schweiz zwischen Schönecken und Hersdorf ist für viele das eigentliche Kleinod. Dolomitfelsen prägen die Schluchtentäler des Altburger Baches und die angrenzenden Kalkmagerrasenflächen stehen unter Naturschutz. Sie werden von Schafen als ›Landschaftspflegern‹ beweidet, die die die Flächen offen halten, sodass Orchideen, Zittergras und andere Pflanzenraritäten Licht und Luft bekommen. Die wiederum ziehen besondere Insekten an: Die Vielfalt an Faltern und Heuschrecken macht besonders an sonnigen Sommertagen einen Spaziergang zum Erlebnis.

Die Kelten waren hier

Der Altburger Bach trennt die Burgruine von einer viel älteren Festungsanlage (daher Altburg), die bereits die Kelten im Osten des Ichterbergs errichteten. In dem Buchenwald sind heute nur wenige Spuren von dem einst 4 m breiten Wall zu erkennen: der Keltenring. Bei Ausgrabungen 1980 fanden Archäologen latènezeitliche Keramik – aus der Zeit vor rund 2500 Jahren. Er ist eigentlich kein Ring, sondern ein Wall, der die natürliche Festung des Dolomitfelsens ergänzte, sodass eine uneinnehmbare Festung entstand.

Zuständig ist die Touristeninformation Prüm: Haus des Gastes, Hahnplatz 1, 54595 Prüm, Tel. 06551 505, www.pruem.de\\ Nähere Infos zu Schönecken und Umgebung: www.schoenecken.com; www.schoenecken-eifel.de. Mehrmals täglich verbinden Linienbusse Schönecken mit Prüm und Bitburg (Linie 201, Haltestellen Lindenstraße und Busbahnhof). Tarif-Informationen www.vrt-info.de

Unser Wandervorschlag

Sommerwanderung zwischen Hersdorf und Schönecken

Die abwechslungsreiche Tour führt durch wildromantischen Schluchtwald, zu Schmetterlingswiesen, geheimnisvollen Verlierbächen und Dolinen (Einsturztrichter)

Vom Parkplatz mit Schutzhütte am Ortsende Richtung Rommersheim nimmt man nicht den asphaltierten Nims-Radweg, der wenig später vom Nims- ins Schalkenbachtal abzweigt, sondern den auf den ersten Blick beschwerlichen, aber auch nach Regen trockenen steilen Weg schnurgerade aufwärts (markiert als Schneifel-Pfad). Oben angekommen, vorbei an einem Wasserbehälter, hat man den Schluchtwald aus Bergahorn, der sich zwischen den mächtigen Dolomitfelsen ausbreitet, hinter sich und genießt den weiten Blick über Wiesen. In Richtung geradeaus an einem Feld mit Intensivlandwirtschaft (Mais) vorbei läuft man auf den Langenbusch zu, in dessen Buchenwald sich der Keltenring verbirgt (3 km). Beim Weg hinab ins Tal des Altburger Bach lohnt ein kurzer Abstecher vom Schneifel-Pfad auf schmalen Waldpfaden vorbei an einer Infotafel an die rund 30 m tiefe schwindelerregende Klippenkante, die schon vor 2500 Jahren eine natürliche Barriere bildete. Ob es sich um eine kriegerische Nutzung handelte oder eher um einen friedlicher Wohnplatz in luftiger Höhe am Rand der fruchtbaren Hochebene, ist nicht geklärt.

Später, im Bachtal unterhalb des Keltenwalls angekommen die Überraschung: Hier fließt gar kein Wasser! In der Schönecker Schweiz trifft man auf einige Merkwürdigkeiten, die typisch sind für die Kalkeifelgebiete. Es ist ein Karstgebiet, durchzogen von Höhlen, Dolinen und ›Schlucklöchern‹. Eines davon schluckt das Wasser des Altburgerbaches 700 m oberhalb der Holzbrücke, auf die der Pfad unterhalb vom Keltenwall trifft. Erst hier bei der Brücke tritt der Bach wieder an die Oberfläche. Beim Rückweg nach Schönecken erlebt man dann die wildromantische Natur im Bachtal. Ein Abstecher zur Burg (steiler Aufstieg kurz vor Erreichen des Talendes in Schönecken) belohnt mit einer tollen Aussicht auf den Ort Schönecken, das mit dem angrenzenden Wetteldorf zusammengewachsen ist. Wer sich beim Abstieg links hält, erreicht das Café Gitzen, alternativ findet man im Zentrum (Alter Markt) Einkehrmöglichkeiten.

Start: Parkplatz Schutzhütte (vor der Nimsbrücke rechts ab in die Lindenstraße), Länge: 10–12 km

Café Gitzen

Eis und Kuchen vom Konditor, eine Tasse Kaffee oder auch ein kühles Bier erfrischen Ausflügler.

Leckere Kuchen, Brot und frische Brötchen aus der Bäckerei sowie gekühlte Getränke zum Mitnehmen als Proviant gibt es in dem kleinen Ladenlokal. In der angeschlossenen Gaststätte bekommen Durstige einen Kaffee oder können sich auch bei einem kühlen Bier oder einer Limo entspannen. Raucher willkommen.

Geöffnet tgl. Bäckerei 6.30–18 Uhr, Hinter Isabellen 10 (wo die L16 Richtung Hersdorf bergan führt, auf halber Höhe), 54614 Schönecken, Tel. 06553 2242

Zum Krug

Kneipe mit guter Stimmung

Schräg gegenüber dem Alten Amtshaus heißen die niederländischen Wirtsleute in ihrer kleinen Kneipe Gäste mit lokalem Pils und Kölsch vom Fass willkommen.

Geöffnet Mi–Mo, Di Ruhetag, Alter Markt, 54614 Schönecken

Konditorei Wallerius

Kaffee, Torte, Kuchen

Klassisches Café mit kleinem Hof zum Draußensitzen, der durch eine Hecke von der Straße abgeschirmt wird.

Geöffnet Fr–So 10–17 bzw. 18 Uhr, Teichstraße, 54614 Schönecken

Gasthaus Am Alten Amt

Eifler Spezialitäten im neuen Ortszentrum (Forum)

In dem 2013 neu gestalteten Ortsmittelpunkt ›Forum‹ liegt neben dem stattlichen Alten Amtshaus das modern designte Lokal mit kleiner Speisekarte – doch für jeden etwas, von Spießbraten und Schnitzel bis zu Burger. und Chicken Wings. Tagesgericht 5,90 €, Gerichte sonst ab 10 €.

Geöffnet Do–So, Alter Markt (Am Forum), 54614 Schönecken

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