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Eifelregio.net 23.07.2014 Gerolstein Gerolstein Eifel, Eifelregion, Gerolstein, Eifel, Natur, Genuss, Kultur, Erlebnis, Übernachten, Einkehren, Wandern, Radfahren, Aktivitäten, Veranstaltungen,

Gerolstein

Gerolstein gibt es eigentlich zweimal: die Altstadt zwischen Bahnhof und Burgruine mit kleinen Museen und netten Einkaufsgassen. Der geschäftigere Teil liegt etwa 2 km westlich in Sarresdorf: das Einkaufszentrum entlang der B 410, der Sarresdorfer Straße.

Einkehren in Gerolstein

Gerolsteiner Altstadt

Die Altstadt der Brunnenstadt zu Füßen der Burg bietet neben Einkaufsmöglichkeiten von schicken Modeboutiquen bis zum Tante-Emma-Laden gleich zwei Museen: das Naturkundemuseum mit Urzeittieren und das Telefonmuseum mit der Technik des 20. und 21. Jahrhunderts.

Proviant/Einkaufen

SB-Markt Schenten

Kaum etwas, das es in dem Laden in Gerolsteins Altstadt nicht gibt: Gemüse aus Nah und Fern, Gouda und Matjes aus Holland, Wein von der Mosel, Honig und Hochprozentiges aus der Eifel, Schinken und Blutwurst – das kleine Ladenlokal ist voller guter Sachen, neben Lebensmitteln noch alles mögliche, was man so braucht. Wer hier nichts findet … Inhaber Helmut Schenten berät seine Kunden persönlich.

SB-Markt Schenten, Gerolstein, Hauptstr. 42

Sammlung zur Telefon- und Rundfunktechnik

Naturkunde und Technik liegen sich am Alten Rathaus gegenüber. Wer sich für das Telefon- und Rundfunkmuseum entscheidet, sollte dafür den ganzen Nachmittag einplanen. Die Sammlung Schirmer füllt die Etage im Nachbarhaus des Alten Rathauses bis unter die Decke. Sie umfasst mehrere hundert Telefone aus über einem Dutzend Ländern, aus Nord- und Westeuropa, aus Polen und der Ex-DDR sowie aus Übersee. Die Fernsprechgeräte spiegeln eine wichtige Epoche der Technikgeschichte, ebenso die rund 200 Radios und Phono-Geräte aus den 1930ern–1950ern bis heute. Besonderer Stolz: ein original Nachbau des ersten Fernsprechgeräts der Welt von Graham Bell aus dem Jahr 1877. Auch das Schild, das vor 50 Jahren in jeder öffentlichen Telefonzelle hing, ist hier zu sehen: »Fasse dich kurz!« Doch das ist schier unmöglich bei soviel Technikgeschichte an einem Ort. Der Sammler und gestandene Fernmeldetechniker Heribert Schirmer, der sein Berufsleben1951 begann, hat viel zu erzählen.

im Haus gegenüber dem Naturkundemuseum, Hauptstr. 72, geöffnet Di, Do, Fr 14–17 Uhr oder nach Vereinbarung unter Tel. 06591 41 22

Aussichtspunkt Munterley

Die lotrecht aufragenden Klippen von Hustley und Munterley sind nicht nur Brutplätze von Wanderfalken und Mauerseglern, sondern auch geschätzt bei sportlichen Kletterern und Wanderern. Hinter dem Café Dolomit die Treppen hoch und den Schildern nach geht es aufwärts. 110 Höhenmeter weiter oben liegen der beste Aussichtspunkt über Gerolstein und die Höhle Buchenloch, wo Menschen der Altsteinzeit Spuren hinterließen. An der Hustley trifft man auf den Eifelsteig, der von hier zum Auberg führt, einem ebenso eindrucksvollen, aber nicht so hohen Dolomitkliff, das über Sarresdorf aufragt.

Das Gerolsteiner Land verbindet zwei Eifelspezialitäten: die Vulkane und Maare einerseits und die Karstlandschaft der Kalkeifel. Die fossilienreichen Dolomitkalkfelsen, Reste eines 390 Mio. Jahre alten Korallenriffs, dominieren das Kylltal hier: die Gerolsteiner Dolomiten.

Tipp

Wer die Gerolsteiner Dolomiten am Vormittag besteigt, hat am Nachmittag die Gelegenheit, das Erlebte im Naturkundemuseum zu vertiefen. Es gibt in seiner über mehrere Etagen verteilten Ausstellung Aufschluss über die geologischen Zusammenhänge, über die ganz spezielle Natur zwischen Maar, Vulkan und Kalkriff.

Im Alten Rathaus, Hauptstr. 72, geöffnet Mo–Fr 14–17, Sa, So 11–17 Uhr

Erlöserkirche und Villa Sarabodis

Die vielen guten Quellen um Gerolstein ließen schon römische Villen entstehen, denn wer wohnt nicht gern nahe bei gutem Trinkwasser? Die Villa Sarabodis in Sarresdorf verfügte über eine im 2. Jh. höchst moderne Warmluftheiztechnik. Die Reste der Villa und ihrer Heizung können im Rahmen von Führungen in der Erlöserkirche besichtigt werden. Die rote Sandsteinkirche mit dem hohen schlanken Campanile entstand knapp 1900 Jahre nach der römischen Villa und erinnert nicht zufällig an Italien. Die Mosaiken in der Kirche haben ihr Vorbild in Ravenna und kein Geringerer als der deutsche Kaiser Wilhelm kam 1913 zur Eröffnung. Das preußische Herrscherhaus unterstützte den Bau der mit Goldmosaiken üppig ausgestatteten Kirche in der damals noch kleinen evangelischen Gemeinde Gerolsteins.

Sarresdorfer Straße, Ostern–Okt. Mo, Mi, Sa 11–12, Mi und Sa 15–16 Uhr, 2,50 €.

Infos

Touristeninfomation Gerolstein: Brunnenstraße (am Rondellparkplatz), 54568 Gerolstein, Tel. 06593 94 99 10, www.gerolsteiner-land.de
Bahn: Gerolstein ist wichtiger Halt an der Eifelstrecke Köln–Trier. Tarif-Informationen www.bahn.de
Bus: Neben dem Bahnhof starten tgl. Busse nach Daun und Cochem sowie Prüm. Im Sommer (Mai–Okt.) außerdem die Radlerbusse nach Daun. www.regioradler.de

Kreisheimatmuseum Altes Pfarrhaus

Nur am Wochenende geöffnet ist das Kreisheimatmuseum Altes Pfarrhaus Sarresdorf. Auch von außen ist das Haus aus dem 18. Jh. sehenswert. Anders als die Fachwerkhäuser nebenan stand es immer schon hier. Diese wurden nach Abriss in Eifeldörfern hier wieder errichtet. Im Alten Pfarrhaus sind Sammlerstücke wie Möbel, Ausstattung und Geräte aus Bauernhäusern der Eifel zu sehen. Besonderer Blickfang sind die schön verzierten gusseisernen Takenplatten, Produkte der Eifler Eisenindustrie. Das Sammlerpaar besitzt auch die Oberburg der Burg Lissingen, 2 km weiter an Bundesstraße und Kyll entlang.

Sarresdorfer Str. 25, Mai–Sept. Fr–So 11–18 Uhr, 2,50 €.

Burg Lissingen

Die Wasserburg ist seit vielen hundert Jahren zweigeteilt; die Oberburg wird teilweise als Ferienwohnung vermietet, Führungen sind nach Rücksprache möglich.

Prümer Straße 1, Oberburg: www.oberburglissingen.de im Kreisheimatmuseum Altes Pfarrhaus, Sarresdorfer Str. 25, oder unter Tel. 06591 94 96 93 können Führungen in der Oberburg vereinbart werden.

Gerolsteiner Brunnen

Das berühmte Wasser des Gerolsteiner Brunnens wird im Gewerbegebiet 2 km nördlich der Stadt abgefüllt. Auf LKW verladen, rollt es in alle Richtungen, um mehr oder weniger sprudelnd getrunken zu werden. Die Quelle liegt im längst trocken gefallenen Gerolsteiner Maar. Schaut man genauer hin, sind am Rand des Maars die Spuren der vulkanischen Aktivität gut abzulesen: Die braun-grauen Ascheschichten sind, an einem geologischen Aufschluss (Infotafel) freigelegt, gut zu erkennen.

Betriebsbesichtigung Gerolsteiner Brunnen: Vulkanring (Gewerbegebiet), www.gerolsteiner.de, Mo–Fr 15 Uhr, Führung kostenlos

Adler- und Wolfspark Kasselburg

Ein Stück weiter die schmale Straße entlang stößt man auf die Kasselburg, die einen spannenden Tag unter Wölfen und Adlern verspricht. Neben der Fütterung der Wölfe gehören Flugschauen mit Greifvögeln zum täglichen Programm. Der prächtige Doppelturm wird jeden Burgenliebhaber begeistern; er ist in einem selten guten Erhaltungszustand und gehört zu den schönsten in der Eifel. Nebenan im Alten Forsthaus kann man bei Kaffee und Kuchen oder auch Hirschbraten der in Pastell und zu Walzertönen sprudelnden Wasserorgel zuschauen – so etwas sieht man nicht alle Tage!

Pelm, www.adler-wolfspark.de, Mai–Sept. Fr–So 11–18 Uhr, Erw. 6 €, Kinder 4,50 €

Müllenborner Impressionen

Der Ortsteil Müllenborn im Tal des Oosbachs hat an heißen Tagen seine Vorzüge, startet hier doch der Quellenweg. Vom Dorfteich ist es nicht weit zum kühlen Grunde der Utzigquelle und weiter nach Oos.

Das »-born« im Ortsnamen vom Müllenborn deutet es schon an, und die Karstquelle Utzigquelle ist nur eine von mehreren, die hier zutagetreten. Auch die Wasserkraft wurde genutzt. Dem ehemaligen Hüttenstandort Müllenborn brachte die Eisenindustrie in der Vergangenheit Wohlstand und man sieht manch reich geschmücktes altes Haus. Sogar der Schienenstrang Gerolstein–Prüm führt hier vorbei, wenn auch derzeit ungenutzt. Neben dem Quellenweg (6,5 km) im idyllischen Oosbachtal sind der Felssturz Lenzerath und die Mühlsteinhöhlen von Roth (ca. 3 km oberhalb von Müllenborn auf steilem Weg vorbei am Landhaus Müllenborn) weitere Wanderziele. An den Mühlsteinhöhlen führt der Eifelsteig Hillesheim–Gerolstein vorbei. Proviant bekommt man in der Metzgerei Müller (Mo–Mi 8.30–12.30, Do–Sa 8.30–13 Uhr). Einkehrmöglichkeit besteht im Landhaus Hotel Müllenborn. Tgl. Busse Gerolstein–Prüm.

Einkehren in Gerolstein

Restaurant Poseidon

›Der Grieche‹ in Sarresdorf ist stets gut besucht, nicht nur wegen des günstigen Mittagstischs. Denn hier zeigt sich die griechische Küche von ihrer besten Seite, mit Lammbraten und Souvlaki, auch gibt es gute Hausweine und nach dem Essen natürlich einen Ouzo. Kleiner gemütlicher Innenhof.

Sarresdorfer Str. 12, Tel. 06591 39 31, Mi Ruhetag, Do–Di 11.30–14, 17.30–23 Uhr,

Lokschuppen

Das Denkmal der Eisenbahngeschichte entstand 1912/13, als Gerolstein zum wichtigsten Eisenbahnknotenpunkt in der Eifel wurde. Seit 2004 restauriert, ist der Lokschuppen alles andere als ein totes Museum, sondern eine Gaststätte mit Atmosphäre sowie Schauplatz für Events mit hohem Promi-Faktor und diversen Kulturevents. Die historischen roten Schienenbusse im Fünfziger-Jahre-Design starten gelegentlich zu Ausflugsfahrten. Termine auf der Website.

Kasselburger Weg 16, www.lokschuppengerolstein.de, im Juli und August Di 17–22 Uhr Livemusik im Biergarten, kostenlose Führungen Juli/Aug. Di 17.30 Uhr (Shuttleservice ab Bhf. Gerolstein)

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