Eifelregio.net 11.06.2014 Burgen Burgen Eifel, Eifelregion, Burgen, Eifel, Natur, Genuss, Kultur, Erlebnis, Übernachten, Einkehren, Wandern, Radfahren, Aktivitäten, Veranstaltungen,

Burgen

Denkt man ans Mittelalter, denkt man gleich an Ritter, Edelfräulein, Turniere und Burgen. Doch dieses Bild vom Mittelalter täuscht. Erst im Hochmittelalter, etwa 11.Jh. entwickelte sich die eigentliche Ritterkultur. Im frühen Mittelalter, etwa ab dem 6. Jh. zur Zeit der Merowinger und Karolinger-Herrschaft waren selbst die Königspfalzen unbefestigt. Als große Landgüter lagen sie an wichtigen Straßen, hatten aber kaum mehr als eine Hecke oder einen Zaun als Schutz. Das änderte sich, als das fränkische Reich im 9. Jh. wiederholt von Normannen heimgesucht wurde, die plündernd und mordbrennend das Land unsicher machten.
Exkurs: Vom Römerkastell zur Ritterburg

Im frühen Mittelalter gab es im fränkischen Reich nur die von den Römern übernommenen befestigten Orte, soweit die Befestigung intakt war. Neue Anlagen wurden offenbar nicht gebaut, die alten eventuell etwas ausgebessert. Z. B. müssen Kölns Mauern um 600 noch so gut gewesen sein, dass sich Theudebert II., der fränkische König Austrasiens (595-612), nach dort flüchtete.

Mit den normannischen Überfällen ab dem späten 8. Jh. änderte sich die Situation und die Franken begannen massiv in Schutz- und Verteidigungsbauten zu investieren. Die Normannen bedrohten nicht nur die Franken, sondern brachten auch eine besondere Form des Verteidigungsbaus mit: die Motte oder auch Turmhügelburg. Diese Befestigungsart gilt als Vorläufer der Burg.

Teppich von Bayeux - Kampf um eine Turmhügelburg

Auf dem Teppich von Bayeux, der im 11. Jh. entstand und den Kampf um eine Motte zeigt, kann man diesen frühen Burgentyp gut erkennen: Bevorzugt nutzte man ein größeres Gelände in einem wasserreichen Gebiet. Um das Gelände zog man zunächst Gräben und legte Hecken etc. an, zur Abwehr gegen ungebetene Gäste. Dann hob man im Inneren ein kreisförmiger Graben von ca. 20-30m Durchmesser aus und warf den Aushub zu einem Hügel auf. Auf diesem Hügel wurde dann ein turmartiges Gebäude aus Holz errichtet. Der Hügel wurde nun noch künstlich erhöht und der Turm auf diese Weise »eingemottet«. Der Graben wurde geflutet und stellte das erste Hindernis für Angreifer dar.

Ein Bericht aus dem 11. Jh. beschreibt deutlich, wozu diese frühen Burgen dienten:

»Es ist der Gebrauch der Reichen und Adeligen, weil sie dem Raub und dem Morde nachziehen, für ihren Schutz und die Unterdrückung der Geringern, einen Hügel aus Erde möglichst hoch aufzubauen, ihn an seinem Fusse mit einem breiten und tiefen Graben zu umschliessen, und an seinem innern Rande eine starke Palisadenwand, in der Art einer Mauer, dort wo es angeht mit Thürmen, zu errichten, in der Mitte dieses Umzuges, oben auf dem Hügel, aber ein Haus, oder eine weitschauende Burg zu erbauen, und zwar in der Art, dass man zu ihrer Pforte nur auf einer Brücke gelangen kann, die am äussern Grabenrande beginnend, den Graben überschreitet und auf doppelte oder auch dreifache Joche gestützt, den Hügel hinauf führt.« (Hochfelden, Geschichte der Militär-Architektur des frühern Mittelalters, 1859, S. 212)

Weil Raub und Mord und die Unterdrückung der „Geringeren“ auch über das gesamte Mittelalter die Hauptbeschäftigung der Reichen und Adligen blieb, entstanden ab dem 9./10. Jh. zahllose Befestigungsanlagen, die später, als die Menschen des Mittelalters sich mühevoll die Kenntnis des Steinbaus angeeignet hatten, auch in Stein ausgeführt wurden. In der Eifel soll es fast 150 solcher bald als Burg bezeichneten Festungsanlagen gegeben haben. Heute sind noch weit über 80 bekannt. Sie sind eng mit der Grundherrschaft, d. h. dem feudalen mittelalterlichen Herrschaftssystem der Erbuntertänigkeit bzw. Leibeigenschaft verbunden.

Die schönsten Burgen der Eifel

Um Ihnen für den nächsten Burgenausflug die Wahl zu erleichtern, stellen wir Ihnen hier einige der schönsten und interessantesten Burgen der Eifel vor. Wir wünschen Ihnen spannende Besichtigungen. Auch wenn es oft nur noch Ruinen sind, die wir sehen können, und man viel Fantasie braucht, um sich das Leben dort vor gut 1000 Jahren vorzustellen. Gerade für Kinder sind die Ruinen einer Burg voller phantastischer Geheimnisse, die es zu erkunden gilt ...

Ruine Nürburg

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Unter den Aussichtspunkten der Eifel ist die Nürburg (680 m) mit ihrer fantastischen Rundumsicht kaum zu toppen. Der nach ihr benannten Rennstrecke zu ihren Füßen stiehlt sie damit die Schau.

Der Blick geht über das gesamte Eifelpanorama: im Osten, gleich nebenan, die Hohe Acht (747 m), davon südlich die abgerundeten Vulkankuppen des Laacher-See-Gebiets, im Norden der Aremberg (623 m) und im Westen die weniger hohen Gebirgszüge Richtung belgische Grenze. Die romanische Kapelle aus dem frühen 13. Jh. unterhalb der Burg ist heute der älteste erhaltene Teil des Ensembles. Das Baumaterial fand sich gleich vor Ort: schwarzer Basalt, denn die Spornburg wurde auf einem erloschenen Vulkan errichtet. Glanzpunkt ist der 20 m hohe Bergfried. Es lohnt sich, die über 90 Stufen zu erklimmen: Von hier oben ist der mustergültige Grundriss einer typischen mittelalterlichen Burganlage mit ihren Zwingern, den sechs spitz behelmten Türmen und der perfekt dem Gelände angepassten Ringmauer gut zu erkennen, ganz zu schweigen von der Rennstrecke des Nürburgring, der sie mit 33 Links- und 40 Rechtskurven umrundet.

53520 Nürburg (südl. von Adenau), Tel. 02691 27 04, www.burgen-rlp.de, April–Sept. Mi–Mo 9–18 Uhr, 3 €.

Schloss Bürresheim

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Verwandtschaftliche Bande zu einem der Marschälle Ludwigs XIV. retteten Bürresheim vor der Zerstörung durch französische Truppen, die fast alle Eifelburgen zu Ruinen machten. Bemerkenswert ist die Fülle an Originalmöbeln und -kunstwerken im Schloss, von Familienporträts über ve­ne­zianische Muranoglasleuchter bis zu gigantischen Frankfurter Schränken oder einem mit Intarsien verzierten Sekretär mit Geheimfächern. Die Herren von Breidbach (Rheinbreitbach) bauten nur den Ostteil der seit dem 12. Jh. als Gan­erbenburg zwischen Köln und Trier geteilten Burg zu einem barocken Wohnschloss aus. Die Kölner Burg, heute Ruine, verfiel. 1691 wurden die Breidbacher zu Reichsfreiherrn, Ende des 18. Jh. krönte einer von ihnen als Erzbischof von Mainz den Kaiser.

Bürresheimer Straße, 56727 Mayen-St. Johann, Tel. 02651 764 40, www.burgen-rlp.de, April–Sept. tgl. 10–18, Okt.–Nov., Febr..–März Sa, So 9–17 Uhr, nur mit Führung, 5 €; ab Mayen Bus 340 oder 814.

Burg Eltz

Sie ist eine Rapunzelburg wie aus dem Märchenbuch – kein Wunder, dass der französische Dichter Victor Hugo ein Gedicht über sie schrieb. Die Lage der Burg Eltz im Wald, hoch über dem gleichnamigen Flüsschen, ist zwar romantisch, hatte aber eher praktische Gründe. Sie diente der Überwachung einer wichtigen Handelsstraße. Im 13. Jh. wurde die schon im 12. Jh. bestehende Burg der Herren von Eltz unter drei Brüdern aufgeteilt: Es entstanden diverse Linien mit klingenden Namen wie Eltz vom goldenen Löwen, Eltz vom silbernen Löwen und Eltz von den Büffelhörnern. Die Ganerben lebten friedlich beisammen in der Burg und erweiterten sie nach und nach. Auch Kurfürsten waren darunter und richteten sich prächtig ein. Die Innenräume sind über und über mit Wandmalereien bedeckt, Ornamente und Figuren, Familienporträts aus der Mitte des 15. Jh. sowie das berühmte Bild »Madonna mit Kind und Traube« von Lucas Cranach d. Ä. Die Eltzer Rüst- und Schatzkammer mit einer bedeutenden Privatsammlung von über 500 Exponaten: Gold, Silber und Porzellan aus acht Jahrhunderten sollte man nicht verpassen.

Burg-Eltz-Str. 1, 56294 Münstermaifeld, Tel. 02672 950 50-0, , www.burg-eltz.de, April–Okt. tgl. 9.30–17.30 Uhr, Führungen (Dauer 40 Min.) alle 15 Min., 11 €; kostenpflichtiger Parkplatz, Burgenbus.

Burg Olbrück

Rund 460 m hoch ragt der Phonolithkegel wie ein ›Dom‹ aus glasartigem Eruptivgestein aus der Landschaft und verlockte die Grafen von Wied im frühen 12. Jh. zum Bau ihrer Burg. Später teilten sich den Bau aufgrund von Erbstreitigkeiten zeitweise mehrere Besitzer als Ganerbenburg. Der Blick von den Zinnen des fünf Stockwerke und 25 m hohen Bergfrieds, der mit seiner hell verputzten Fassade und seinen Fachwerk-Erkern Anfang des 21. Jh. wiederhergestellt wurde, reicht bei klarer Sicht bis Köln.

Auf jeder Etage beleuchtet eine kleine Multimediashow einen anderen Aspekt der Burggeschichte und bietet kurzweilige Ruhepunkte. Ein Modell zeigt die um einen Palas mit Rundtürmen erweiterte Burg im Jahr 1725. Moderne Technik macht es möglich, dass das Mittelalter zu uns spricht: Die Hörstationen im Außengelände um die Burg lassen den Alltag auf der Burg im 13. Jh. aus der Sicht fiktiver Zeitgenossen des Burg­herren wieder aufleben.

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Burgstraße/Hermann Höfer-Allee, 56651 Niederdürenbach-Hain, www.olbrueck.de, März–Okt. Di–So sowie So im Advent 10–18 Uhr, Erw. 3,50 € (audiovisuelle Führung), mit Burgrestaurant Kastellaney

Reifferscheid

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Von der Festung nach den Zerstörungen der Französischen Revolution geblieben sind die Vorburg und eine Ringmauer mit zwei Stadttoren. Eine romantische Brücke führt über den einstigen Burggraben hinein ins Burgstädtchen mit schnuckeligen Häusern des 17./18. Jh., die dicht gedrängt entlang der engen Gassen stehen. Das alte Burgdorf erstreckt sich noch heute auf dem 600 Jahre alten Grundriss. Sehenswert ist die St.-Matthias-Kirche, seit 1637 Grablege derer von Salm-Reifferscheid, die seit dem 12. Jh. im Besitz der Burg waren, mit gotischem Chor und dem unverwechselbaren romantischen Wehrturm. Nur Ruinen blieben von der Burg selbst: Eine Landmarke und schon von Weitem sichtbar ist der weiß getünchte Bergfried über dem Fachwerkdorf, das malerisch am Hang zu kleben scheint. Wenn man Glück hat, ist die Pforte zum Turm offen und man kann die schmale Treppe erklimmen bis zur Aussichtsplattform.

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Burggelände und Kirche: Eintritt frei

Château de Reinhardstein

Die Burg in der belgischen Eifel wird auch Burg Metternich genannt – das berühmte rheinische Adelsgeschlecht kam durch Heirat 1550 an die Burg und behielt sie bis zur Französischen Revolution. Reinhardstein thront pittoresk auf einem Felsen über der Warche. Dass die Burg noch so gut in Form ist, verdankt sie der Initiative eines Privatmanns, eines Professors, der die Burg 1965 entdeckte und aus ihrem Dornröschenschlaf weckte. Mit der Hilfe von Studenten wurde sie ab 1969 wiederaufgebaut. Nach dem Verkauf 1812 war die ursprünglich um 1350 auf Resten älterer Verteidigungsbauten errichtete Burg in schlechtem Zustand. Inzwischen ist sie auch innen top-restauriert und eine Führung – egal in welcher Sprache – ist ein Erlebnis.

Die herrliche Lage kommt zu dem schmucken Aussehen dazu: Ein Bach bildet hier den höchsten Wasserfall Belgiens, 60 m tief. Um die spektakuläre Lage der Burg auf dem Felsen zu würdigen, empfiehlt sich der Blick von der anderen Talseite.

Chemin du Cheneux 50, B-4950 Ovifat, Tel. 0032 80 44 68 68, www.reinhardstein.net, Führungen frz., niederl., dt., Kartenverkauf 15 Min. vorher, nur zu Fuß vom 550 m entfernten Parkplatz zu erreichen, 10 €.

Manderscheid

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Das Manderscheider Burgen-Duo bildet eine der schönsten romantischen Kulissen in der Eifel. Es ist nicht nur ein beliebtes Fotomotiv - es dokumentiert mittelalterliche Eifelgeschichte. Die Burgen die sich Auge in Auge gegenüberliegen trennte eine tiefe Feindschaft und das tiefe Tal der Lieser, die im Mittelalter Grenzfluss zwischen den Territorien von Kurtrier und Luxemburg war. Die beiden verfeindeten Regionalmächte stritten im Süden der Eifel um die Vorherrschaft, wobei meistens Trier die Oberhand hatte und sich große Gebiete einverleiben konnte.

Kampf zwischen den Burgen

Die ältere, die Oberburg, soll schon vor 973 bestanden haben, als sie das erste Mal erwähnt wird. Eine der ältesten Eifelburgen überhaupt, kam sie als Schenkung des Karolingerkaisers an das Kloster Echternach, und die Äbte setzten Vögte ein. Die nahmen bald Besitz von der Burg und etablierten sich als die Herren von Manderscheid. Als knapp 200 Jahre später dem Erzbischof Albero von Trier als Ergebnis einer Fehde mit dem Luxemburger Grafen die Oberburg in die Hände fiel, zogen die Herren von Manderscheid notgedrungen um: Sie waren dem Grafen von Luxemburg lehnspflichtig und nun hier unerwünscht.

Sie bauten ab 1157 die benachbarte Niederburg zu einer erstklassigen Konkurrenz-Festung aus. An der Niederburg scheiterte sogar die Belagerung durch den gefürchteten Balduin von Trier, über zwei Jahre lang, von 1346 bis 1348. Die Trierer mussten wieder abziehen.

Die Manderscheider Oberburg zerstörten erst französische Truppen im 17.Jh. Geblieben ist der weithin sichtbare fünfstöckige Bergfried, den man besteigen und die Aussicht genießen kann. Die jüngere Niederburg wurde Ruine durch Vernachlässigung. Seit Anfang des 17.Jh. als Stammsitz der Familie aufgegeben, verfiel die Niederburg.

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Immerhin ist von der einstigen Pracht noch einiges übrig: der Bergfried (Turm), Palas, Ringmauern und der angrenzende Burgort Niedermanderscheid. Der Burgenverein veranstaltet jedes Jahr im August ein Burgenfest mit Turnieren und viel Spektakel (das 2020 wegen Corona ausfallen musste).

Burgstraße/Hermann Höfer-Allee, 56651 Niederdürenbach-Hain, www.niederburg-manderscheid.de, Infos zur Geschichte der Burgen: www.burgenverein-manderscheid.de, vom Frühjahr bis einschließlich 31.Oktober 2020 Mi–Mo 10.30–17 Uhr, Erw. 3 €.

Wandertipp: Ein 20minütiger Weg führt von Burg zu Burg. Etwas länger ist der 5,4 km lange Rundwanderweg Manderscheider Burgenstieg (ab/bis Kurhaus), der von mehrerern Aussichtspunkten (Belvedere, Kaisertempelchen, Auf-/Abstiege insgesamt 219 m) immer wieder neue Burgpanoramen eröffnet.

Burgenherrlichkeit über dem Rurtal

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Viele halten Nideggen für die wichtigste Eifelburg überhaupt. Die mächtigen Jülicher Grafen ließen sie ab dem 12. Jh. auf einem steilen Sandsteinplateau bauen und sie galt als uneinnehmbar. Die Burg mit dem ab 1277 gebauten und später auf sechs Geschosse aufgestockten Bergfried ist bis heute ein Ehrfurcht einflößender Anblick hoch über dem Rurtal. Im Bergfried – der als Wohnturm diente – befindet sich heute das Burgenmuseum. Die Blütezeit des Städtchens Nideggen, das neben der Burg entstand, begann, als die Grafen von Jülich im Jahr 1357 ihre Residenz hierher verlegten – für nicht einmal 100 Jahre. Die Kirche ist eine Sehenswürdigkeit, an der man nicht vorbeigehen sollte auf dem Weg zur Burg. Die Kirche St. Johann Baptist zwischen Burg und Stadt wurde wie die Burg ab 1177 aus rotem Sandstein errichtet – in reinster Romanik. Gleich nach Betreten des Kirchenraums steht man vor einem eindrucksvollen Doppelgrabmal. Die Tumba zeigt die liegenden Figuren des Grafen Wilhelm IV. und seine Frau Riccarda. Beide sind in der Gruft unter der Kirche bestattet – da sind sich die Archäologen nach Untersuchungen im Jahr 2019 fast sicher. Der Graf starb 1278 bei einem Überfall auf die Stadt Aachen, den er und seine Söhne inszeniert hatten. Die Aachener hatten sich der Plünderung durch den Jülicher Grafen widersetzt und sein Übergriff kostete Wilhelm IV. das Leben. Die Bürger der Stadt mussten ihre Tat allerdings büßen und den Gegenwert von 15 Kilo Silber an die Witwe zahlen. Sehenswert in der Kirche ist aber auch die Ausmalung. Am besten erhalten (und restauriert) ist das Fresko im Chor von 1250, ein seltenes Beispiel für gotische Wandmalerei. Es zeigt Christus in der Mandorla als Weltenrichter, flankiert von Maria und Johannes sowie in den Ecken die vier Evangelistensymbolen Adler, Engel, Löwe und Stier.

Nicht nur Wilhelm IV., auch andere Grafen von Jülich gelten als besonders grausame Herrscher. Graf Wilhelm II. von Jülich, der durch Heirat die Waldgrafschaft des Hoheitsgebietes Nörvenich und Molbach erhalten hatte, dankte seiner Frau Alveradis die lukrative Mitgift nicht. Auch sonst ein gewalttätiger und machthungriger Herrscher, starb er 1207.

Der Burghof selbst ist zeitweise Biergarten; die beste Aussicht auf das Rurtal und umliegende Sandsteinfelsen bietet sich vom Damenerker in der Westecke.

Kirchgasse 10a, 52385 Nideggen, Tel. 02427 63 40, , www.kreis-dueren.de/burgenmuseum, Burggelände ab 10 Uhr geöffnet.

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